Montag, 15. August 2022

Vegan, gluten- und laktosefrei und sowohl für für Tote und Lebendige: E500

*enthält Werbung

 

Also E500 kannst du für die Mumifizierung von Leichen verwenden, musst du aber nicht.

Vermutlich bist du auch kein Ägypter der seinen Pharao in Mull eingewickelt für seine Beisetzung vorbereitet. Ich bin ja kein Ägypter und stattdessen verwende ich E500 regelmäßig zum Zähneputzen.

Lässt dich der Gedanke von etwas das sowohl bei Leichen als auch bei der Mundhygiene vorkommt schaudern? Oder denkst du einfach nur "Hä. Moment. Was?" Dann wird dir womöglich ein noch größeres Fragezeichen durch den Kopf gehen, wenn ich dir sage, dass E500 in deinem letzen Gebäck vorgekommen sein könnte.

Ich rede von Natriumhydrogencarbonat, besser bekannt als Natron (oder Kaisernatron, Backsoda, engl. Baking soda).

Es ist auch eine Zutat in Backpulver vor, weshalb es also in deinem letzten Stück Kuchen dabei gewesen sein könnte. Ich bin benutze es tatsächlich regelmäßig alle paar Wochen zum Zähne putzen und das mit den Ägyptern habe ich im Internet gelesen.

Vor kurzem hat mir mein Instagram-Feed ein Reel ausgespuckt in welchem Kochlöffel aus Holz damit gereinigt wurde. Ich bin da gerne ein wenig skeptisch, aber diesmal habe ich es ausprobiert um es außerdem mit euch zu teilen.

 

Meine Testauswahl zu reinigender Kochloeffel

 

Wie soll nun der Holzlöffel mit dem Natron gereinigt werden?

  1. Zuerst wird in einem Topf Wasser aufgekocht und dorthin kommen die Kochlöffel aus Holz zusammen mit einem EL Natron (ca. 5g).

    Das Pulver sprudelt anfangs auf,
    weshalb ich den Topf zuerst halbvoll und
    danach komplett mit Kochwasser aufgefüllt habe.

  2. Die Löffel werden erst nur für 10 Minuten gekocht.
  3. Herdplatte ausschalten und dann sollen die Löffel für zwei Stunden quasi im Sudwasser ziehen.
  4. Anschließend trocknen und einölen.

Ich habe dafür einen kleinen Tropfen Olivenöl verwendet. Mein Gedanke dabei ist allerdings, dass meine Löffel eigentlich durch das Benutzen regelmäßig gefettet werden. 

 

Wie siehst du das? Ölst du deine Köchlöffel?
Bei Schneidbrettern kann ich das verstehen und eher nachvollziehen.

Und daneben gibt's noch dies Thema ums "Holz wässern".
Bei den Kommentaren unter dem Reel konnte ich mehrmals lesen, dass einige der Meinung sind die Holzlöffel dürften niemals solange im Wasser liegen. Holz dürfte schließlich auch nicht in die Spülmaschine, sonder immer nur mit der Hand gespült werden.

 

Stimmt das?

Soweit ich weiß, würde ein Holzlöffel der ständig in die Spülmaschine kommt, auf immer wieder aufqellen und auf Dauer kaputt gehen. 

Tatsache ist aber auch, dass Holz langfristig austrocknet. Werden Kochlöfffel oder Schneidbretter nur einseitig benutzt führt das langfristig dazu dass sie verbiegen. Bei Brettern ist das oft sehr deutlich, weil sie irgendwann krumm sind, also nicht mehr flach aufliegen und dann beim Schneiden wackeln.

Das passiert, weil die trockene Seite sich zusammen zieht, während die regelmäßig genutze und somit immer wieder feuchte Seite, Wasser aufnimmt und in Form bleibt bzw. sich wieder strecken kann.

Um den Effekt zu verringern spüle ich daher immer beide Seiten meines Schneidbrettes und auch der Kochlöffel kommt vollständig unter Wasser.

Insgesamt heißt das auch, dass das Wässern von Holz durchaus Sinn machen kann und ein Kochlöffel geht nicht sofort deswegen kaputt.

Apropos kaputt:
Da ist mir doch tatsächlich ein Löffel kaputt gegangen. 

Nachdem die Ziehzeit vorüber war, habe ich die Löffel mit klaren Wasser gespült und dabei sah eine etwas verbogen aus und ich dachte ich könnte ihn mal eben "wieder gerade biegen"  ...

Die Löffel sollten nicht
zu grob getrocknet werden ;-)

Die Löffel nach der Natron-Behandlung

So und abschließend mein Fazit. Hat es was gebracht? Sind die Löffel wieder sauber? Beziehungsweise, ich hatte ja erwartet, dass sie heller werden würden.

Beim Vorher-Nachher-Vergleich sehe ich durchaus einen Unterschied. Die gelblichen Verfärbungen sind weggegangen Dennoch lautet mein persönliches Fazit: "Kann man machen. Muss man aber nicht".

Der direkte Vorher-Nacher-Vergleich
 

 Ich finde den Effekt nun nicht so mega überzeugend, weshalb mir der Aufwand nicht wirklich gerechtfertigt ist.

Wie siehst du das ?
Was für Erfahrungen hast du mit Natron?

 

So und nun wünsche ich euch noch eine wunderschöne zweite Augusthälfte

und lasse herzliche Grüße hier.

Eure Naddel aus dem verliebten Zuhause! ♥


4 Kommentare:

  1. Liebe Naddel,
    ein sehr interessanter Post! Eine aufwendige Angelegenheit - meine Meinung. Ehrlich gesagt, dürfen meine Holz-Koch-Löffel schon mal öfters ein Bad in der Spülmaschine nehmen. Dies mache ich auch mit meinen Holzbrettchen gelegentlich. Alles wird super sauber und bisher ist mir noch nichts davon kaputt gegangen. Wenn ich mit der Hand spüle, werden Brettchen und Kochlöffel mit einer Bürste geschrubbt. Ob da Natron hilft? Den brauche ich in Verbindung mit Essig für den Wasserabfluss. Oder halt zum Backen - was auf jeden fall Besser ist....grins.

    Liebe Grüße

    Monika

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  2. mhhhh... eigentlich hob i do no niaaaa nachgedacht,,,
    i hau de ab in die SPÜLI,,,, und guat is,,,
    ok de BRETTLN.... werden ma schon öfters kaputt...
    die nehm i dann als DEKO...freu...freu

    wünsch da no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT

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  3. von Helga:

    Hey Naddel, an die Kochlöffel hab ich kei gute Erinnerung, mit denen bekam man eins auf die Finger geklopft, ohne Natron. Und sonst gibts Natron bei Sodbrennen. So einfach ist das.

    Herzliche Grüße Euch Bärbels von Helga

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  4. Hier muss alles in die Spülmaschine, auch Holzbrettchen. Das Problem ist aber weniger das Aufquellen. Die meisten Brettchen sind geleimt, und das hält nicht. Ich such immer noch neue, massive, ungeleimte Brettchen.
    Wichtig ist aber, dass die Holzteile gut trocknen können, sonst gibts Schimmel.
    LG von TAC

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