Samstag, 7. April 2018

Cranberry Cookies zum Verschenken

Hallo ihr Lieben,

jippie, wir haben Wochenende ...
... und was für ein Schönes :)

Und Wochenende heißt auch,
dass eine Bärbel einen Post für euch schreiben darf.

Heute bin's ich ... TRIXI von Trixis Trauminsel

Wahrscheinlich habt ihr alle an Ostern
zu viele Leckereien genascht.
Und trotzdem komm ich schon wieder mit was Süßem daher :)

Ihr müsst diese leckeren Cranberry Cookies aber gar nicht selber essen,
sondern könnt sie als hübsche Backmischung verschenken.


Das habt ihr sicher schon oft gesehen oder selbst gemacht.
Alle trockenen Zutaten werden fein säuberlich in ein großes Glas geschlichtet.
In dem Fall hab ich ein altes Sauerkirschglas genommen.


Damit ich weiß, was ich verschenke,
musste ich die Cookies natürlich erstmal selbst backen.
Wenn ich die Bilder sehe,
läuft mir gleich wieder das Wasser im Mund zusammen.
Ich finde sie mega lecker :)


Damit der Beschenkte weiß,
wie er die Cranberry Cookies backen soll,
ist auf der Rückseite noch ein Aufkleber
mit weiteren Zutaten und Backanleitung.


Das Rezept hab ich allerdings nicht selbst erfunden,
sondern HIER auf dem Blog von Frollein Pfau gefunden.
Das runde Etikett kann man dort auch gleich runterladen und drucken.


Probiert es mal aus oder backt einfach für euch selbst.
Es lohnt sich :)

Aber jetzt genießt erstmal dieses traumhaft schöne sonnige Frühlingswochenende!

Seid ganz lieb gegrüßt,

eure Trixi



Samstag, 31. März 2018

Zwiegespräch mit Kathrin

Ihr Lieben, heute möchte ich Euch ein wenig unterhalten. Es ist Ostern und da kann man sich  erholen und ausruhen und dabei auch eine Geschichte lesen, die Euch hoffentlich Spaß macht und bei der ihr etwas über Osterbräuche bei den Sorben erfahrt.

Jetzt fragt ihr bestimmt, wer ist Kathrin ??? Kathrin....das ist mein Huhn


Ich sage Euch, das ist vielleicht eine Nervensäge. Kaum hatte sie einen Schnabel, sang sie unentwegt:
"Ich wollt`, ich wär ein Huhn und hätt nicht viel zu tun..."
Dabei hat sie den Text von Lillian Harvey und Willi Fritsch einfach umgeändert, zu ihrem Gunsten natürlich, denn Kathrin ist kein dummes Huhn.

"...ich lege jeden Tag ein Ei und sonntags hab ich frei..." sang sie weiter.

Ich sagte ihr: " Kathrin, Du BIST ein Huhn und außerdem hast Du sonntags nicht frei, am Sonntag legst Du nämlich 2!"

Ich bin ein Huhn, fragte Kathrin ungläubig, echt jetzt???
Ja, ja, beruhige Dich , Du bist ein Huhn!

Sie gackerte fröhlich und schwupps.....legte sie auch schon Eier. Goldene Eier......
Juhuuuu....Doreen, ich hab ein Huhn gehäkelt, das goldene Eier legt  ♥♥♥♥♥♥



Kathrin konnte es gar nicht fassen und beäugte sie von allen Seiten.
Das sind ja wirklich goldene Eier und fröhlich gackerte sie weiter, wedelte stolz mit ihrem Hinterteil und meinte: "Ich bin ja auch ein Qualitätshuhn! "
"Träum schön weiter, Kathrin!", sagte ich im Vorbeigehen.
"Das habe ich gehört", rief sie mir beleidigt hinterher.
"Jetzt pass mal auf, Kathrin", sprach ich zu ihr mit ernstem Gesicht, "wer SOLCHE Eier legt, DIESES HUHN ist ein Qualitätshuhn!" 
Dabei musste ich mir das Lachen verkneifen.
"Zeig mal", rief sie gackernd.


"Uiii ....". Eine Weile konnte sie nix sagen, gar nix.

Und ehe mir Kathrin in Tränen ausbrach, weil sie solche Eier wohl nie legen werden kann und vielleicht noch burn out bekommt, habe ich sie beruhigt:
"Kathrin, mein süßes schlaues Huhn, kein Huhn auf der Welt könnte jamals solche Eier legen, auch Du nicht ! Diese Eier sind nämlich angemalt."

Kathrin bettelte: "Bitte erzähle mir davon!"
Ich frug sie, ob sie etwas über Bräuche zu Ostern wissen möchte. Klaro, sie wollte, zumal ja Vieles auch mit ihrem Produkt zusammenhängt.

Das sind Sorbische Ostereier. Sie sind in der Wachstechnik hergstellt und schon mindestens 35 Jahre alt. Beim Fotografieren ist mir eins entzweigegangen. Schade!
Wie sie hergestellt werden und welche Techniken es gibt, kann man sich hier *KLICK*
anschauen.

Kathrin wollte wissen, woher ich sie habe.

Als Kind habe ich meine Ferien sehr oft in Bautzen bei meinen Großeltern verbracht und deshalb habe ich auch einen Bezug zu dieser Stadt der Türme und der Sorbischen Traditionen, besonders an Ostern.

"Wo haben denn Deine Großeltern gewohnt?", wollte Kathrin wissen.

Meine Oma und Opa haben direkt neben dem schiefen Turm von  Pisa  Bautzen gewohnt.
In dem jetzt rot angestrichenen Gebäude links neben dem Turm im 1. Stock wohnten meine Großeltern. Bei der Erinnerung steigt mir sofort der Duft von frischem Dill in die Nase, der immer im langen Flur an der Fensterbank im Wasser stand, frisch vom Wochenmarkt um die Ecke. Und zusammen mit den Kindern des sich im Hause befindlichen Schmuckgeschäftes habe ich allerhand Unsinn angestellt.

Der Reichenturm, einer der Türme der Stadt, 
"... ist bekannt als schiefster Turm nördlich von Pisa: Der Reichenturm hat eine Neigung von 1,41 Metern. Oben, in 56 Metern Höhe, haben Sie einen phantastischen Ausblick über die gesamte Stadt bis hin zum Oberlausitzer Bergland. Ein Erlebnis für groß und klein, den Turm zu besteigen. Geöffnet von April bis Oktober, täglich 10 bis 17 Uhr."
( Quelle http://www.bautzen.de/tourismus )

Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit ist der Dom zu Bautzen.


Der Dom St. Petri zu Bautzen ist eine der größten Simultankirchen Deutschlands: Hier teilen sich Katholiken und Protestanten die Räumlichkeiten. Oben im Domturm, in 83 Metern Höhe, lebt eine Familie, und zwar schon seit 1900, in der mittlerweile vierten Generation. Das gibt es in Europa nur noch zweimal – beide Male in Sachsen. Der Turm wird von Ostern bis Dezember an Wochenenden und Feiertagen geöffnet, jeweils von 13-17 Uhr.

 ( Quelle wie oben )



     "Oh... sehr interessant!", meinte Kathrin und wollte mehr von Bautzen erfahren.
Ich erzählte ihr, dass es sehr viele Bräuche in Deutschland gibt, die in Verbindung mit Eiern stehen, wie z.B. Osterbrunnen und das  Eierschieben. Ich habe als Kind das Eierschieben in Bautzen miterlebt.

   




Das Eierschieben

Das Eierschieben am Protschenberg in Bautzen findet erstmals 1830 Erwähnung. Wohlhabende Bürger der Stadt rollten hartgekochte Eier, Äpfel, Nüsse, Apfelsinen, Gebäck und Süßigkeiten den Abhang hinab. Unten wurden die Gaben von einer großen Kinderschar mit viel Geschick und lautem Jubel aufgefangen. Dieser Brauch entwickelte sich immer mehr zu einem Volksfest mit Jahrmarktcharakter. 2001 wurde der Brauch in Bautzen "wiederbelebt" und hat sich seitdem zu einem wahren Volksspektakel mit allerlei Attraktionen entwickelt



Heiko Harig, Humorist und Entertainer

Jedes Jahr am Ostersonntag stellt Heiko Harig in der Stadt Bautzen zum „Eierschieben“ den „Eierjokel“ dar. Das Eierschieben ist eine alte Tradition und zieht jedes Jahr tausende Besucher zum Protschenberg nach Bautzen

( Quelle: https://www.heiko-harig.de/tourismus)

"Huuuch ...." gackerte  Kathrin laut, "da muss ich aber noch viel Eier legen!"
Ja , ja  Kathrin, mach mal hurtig!!!

"Es gibt aber noch viel mehr Traditionen, die nix mit Dir zu tun haben."
"Wieso... ich bin überall und bei allem wichtig, jawoll!"

"Na dann mach mal den Vierbeinern Deine Wichtigkeit klar!"



"Ach du meine Güte, sind die grohoß...!!!"
Sie erschrak gewaltig beim Anblick der Pferde mit den Osterreitern.


Die lebendige Tradition wird in Bautzen seit vielen Jahrhunderten gepflegt. Mit Unterbrechungen durch verschiedenste Umstände ist das Osterreiten in unserer heutigen Zeit eine feste Größe im Leben der sorbischen katholischen Gemeinde in Bautzen. 
In diesem Jahr werden es wieder über 50 Reiter mit ihren Pferden sein, die die Osterbotschaft von der Auferstehung weit ins Bautzener Land hinaustragen. Auf ihrer Prozession in die Nachbargemeinde Radibor und auf dem Rückweg singen und beten die Osterreiter in sorbischer Sprache von der Auferstehung Christi. Das sorbische Osterreiten in Bautzen, aber auch in den umliegenden Gemeinden, stellt gegenwärtig ein bedeutsames religiöses und nationales Ereignis dar.
                                                                          ( Quelle: http://www.reiseleitung-lausitz.de )

"Das ist ja alles ganz spannend", rief  Kathrin. "Fahren wir da mal hin? Ich möchte auch Eier verschieben, und zwar meine!"
Sie hat das wohl nicht richtig verstanden und so erklärte ich ihr das noch einmal.

Ich war schon sehr lange nicht mehr in Bautzen und wir überlegen tatsächlich, wieder einmal dorthin zu fahren. Da werden ganz bestimmt einige Erinnerungen wieder wach!
Ja, und Kathrin nehmen wir natürlich mit. Hab ich ihr versprochen.

*****
"Du... Kathrin, Du bist zwar nicht das einzige Häkeltier in diesem Haus, aber das einzige Huhn.
Möchtest Du mal andere sehen? "
Kathrin wackelte mit dem Köpfchen. Sie wollte.

"Gut, ich zeige Dir solche, die mit Ostern zusammenhängen, okay?"
Kathrin gackerte aufgeregt.
"Darf ich die mal sehen? "
"Ja, darfst Du. " Ich führte sie zur großen Glasvitrine, wo alle diese Figuren stehen, zusammen mit vielen anderen.
Nur die Spitzohrosterhaseneierwärmer fehlen.
Erstaunt frug sie:"Wo hast Du die denn versteckt, hm?"
Ich sagte ihr, dass die nicht mehr da sind. Sie sind bei lieben Menschen, die meisten bei den Bärbels.
"Bei den Bärbels?" Ungläubig schaute sie mich an. "Wer sind denn die Bärbels?"
"Kathrin, das ist eine lange und schöne Geschichte, aber die erzähle ich Dir ein andermal", versprach ich ihr.

Dieser hier ist der einzige schwarze Eierwärmer... und ratet für welche Berufsgruppe ;-)
Er gefällt ihm so sehr, dass ich jetzt die Berufsgruppe auf´m Hals hab...also nix mit Osterferien...

*****
Inzwischen war es Mittag geworden.
Ich frug vorsichtig nach, ob Kathrin heute schon ihrer Pflicht nachkam und ihr Ei gelegt hat...
Sie hat.
Mein Huhn wollte doch tatsächlich auch eine Glasvitrine... mit Nest für ihre Eier. 
Nun , das können wir organisieren. Und wenn sie sich mit der Entenfamilie, der Grille, der Hexe Adele vom Wiesengrund mit ihren Eulen Angi und Kohli , die alle noch in Kartons schlummern, verträgt, ist das kein Problem....und außerdem bekommt Kathrin sicher bald Nachwuchs.

*****

Soooo, ihr Lieben , das war es im heutigen Bärbelpost. Ich hoffe, es war bissel unterhaltsam.
Wer die Links für die Anleitungen vom Huhn Kathrin und von den Eierwärmern wissen möchte, der darf sie sich ab heute von meinem Blog holen.

Ich wünsche Euch allen ohne Streß ein wundervolles Osterfest!
Die Osternester und Ostereier sind versteckt.
Und wenn der Frühling endlich sein blaues Band durch die Lüfte flattern ließe, wäre es nochmal so schön.
Bis zum nächsten Mal, Eure



 Rosi, die Sachsenrose


und Huhn Kathrin