Hallo Ihr Lieben,
jetzt schreibt wieder eine andere Bärbel auf dem "Bärbel bloggt" Blog und ich, Frau Augenstern berichte euch heute mal von unserer Städtetour nach Nürnberg, am letzten Oktoberwochenende. Mit guten Freunden erkunden wir jedes Jahr eine andere Stadt und wohnen dabei in Jugendherbergen. Viele Unterkünfte sind neu renoviert und so gehen wir auf Enddeckungstour. Einfach mal was Neues sehen, das ist unser Ziel! ;-)
In Nürnberg befindet sich die Jugendherberge oben auf dem Berg, direkt neben der berühmten Kaiserburg. Die Kaiserburg ist eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Mittelalters. Von 1050 - 1571 hielten alle deutschen Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reichs ihre Reichs- und Gerichtstage ab. Im frühen 11. Jahrhundert entstand auf dem Burgfelsen die salische Königsburg. Kaiser Friedrich I. Barbarossa begann im 12. Jahrhundert mit dem Bau der imposanten Burganlage auf dem westlichen Burgfelsen und seine Nachfolger stellten die Kaiserburg im 13. Jahrhundert fertig.
Die historisch bedeutsame Stadt erzählt viel aus der Vergangenheit. Im 15./16. Jahrhundert prägten führende Handels- und Kaufmannsfamilien das Stadtbild. Das Fachwerk stand beim Hausbau an oberster Stelle. An jeder Ecke gibt es etwas zu bestaunen, wie hier z.B. sieht man den Heiligen Georg als Drachentöter am Pilatushaus.
Ein Stückchen weiter kommt das Albrecht-Dürer-Haus, an der Albrecht Dürer Straße. Es gibt Aufschluss darüber, wie die Dürers in Nürnberg im 15./16. Jahrhundert lebten. Albrecht Dürer wohnte ca. 20 Jahre an der damals schon viel befahrenen Straße. Das Bürgerhaus aus dem 16. Jahrhundert ist sehr bedeutsam, da es das einzige Künstlerhaus in Nordeuropa ist, welches nicht zerstört wurde. Somit ist es das erste deutsche Künstermuseum seit 1828.
Albrecht Dürer lebte von 1471-1528 in Nürnberg und er ist Deutschlands berühmtester Künstler. Im Albrecht-Dürer-Museum werden Führungen mit Schauspielern angeboten. Sie tragen Kostüme aus der Zeit Dürers. Im Vorbeigehen erzählen sie Geschichten, wie z.B. "Agnes", das Eheweib Dürers mit Albrecht lebte. Geschichten ums Geld, aber auch wie das Haus geführt wurde, bekommt der Besucher zu hören. So ist es schön in eine andere Zeit einzutauchen und nachzuempfinden wie die Menschen damals lebten.
Im Untergeschoss des Museums sind die exzellenten Kopien Dürers Gemälde ausgestellt. Der Raum mit den roten Wänden lässt die Gemälde Dürers im vollen Licht erstrahlen. So haben sie eine ganz besonders starke Wirkung auf die Betrachter.
In Dürers Künstler Werkstatt gibt es Vorführungen der Drucktechniken (Holzdrucke und Kupferstiche), die vom Meister verwendet wurden. Wer mehr über Kupferstiche wissen möchte, schaut bei mir Augensternswelt vorbei. ;-)
Ein weiteres Highlight in Nürnberg ist das Spielzeugmuseum an der Karlsstrasse.
Im Museumshaus gibt unterschiedliche Epochen auf den Stockwerken zu entdecken. Im Erdgeschoss wird Holzspielzeug gezeigt, das wohl älteste Spielzeug überhaupt.
Hier werden Geschichten erzählt von den Puppenmachern des Mittelalters, aber auch Zinnfiguren, altes Holzspielzeug, Blechfiguren und natürlich nicht zu vergessen die zimmergroße Modellbahnanlange der Spur S. sind hier ausgestellt. Auch optische Spielzeuge sind im zweiten OG zu finden die Laterna Magica, das Stereoskop und verschiedenste Guckkästen gibt es auch.
Im 3. Stock werden die Spielzeuge seit 1945 gezeigt, also die „Welt der Technik“. Und auch Spielzeuge unserer Kindheit stehen in den Vitrinen. Es gibt eine Bastelecke für die Kinder und Tische für Gesellschaftsspiele. Experimentierkästen stehen den Besucher-Kindern von heute ebenfalls zur Verfügung.
Ich konnte mich kaum trennen. All die schönen Puppen hatten es mir angetan. So alt und noch gut erhalten haben sie viel zu erzählen, Geschichten aus der alten Zeit.
Im Außenbereich gibt es eine Gartenbahn mit dem Café La Kritz. An den Spielgerüsten und weitere Spielgeräten erfreuen sich die Kinder immer wieder. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, egal ob für jung oder alt.
Es gibt aber nicht nur schöne Museen in Nürnberg, sondern fast überall in der Altstadt findet man nette Hingucker.
Oft bleibt man stehen und schaut einfach nur, weil man wieder etwas Tolles entdeckt hat. :-) Entweder ein schönes Geschäft oder die Blumenstände auf dem Hauptmarkt hatten es mir angetan.
Dort aßen wir "vier im Weckla". Was das ist? Ich hatte vorher noch nie davon gehört. Ihr auch noch nicht? Es ist ein Brötchen mit 4 kleinen Nürnberger Bratwürsten, einfach so. Yummi, lecker war es und ganz schnell weg *hihi*. Und, für euch habe ich aber noch ein typisches Rezept aus der Region mitgebracht.
Und zwar einen schnellen Bratwurst Sauerkraut Auflauf
Zutaten:
Abgetropftes Sauerkraut 1 kg
Frischkäse mit Kräutern 400 g
Bratwürste 4 Stk.
Goudakäse 6 Scheiben
Zum Abschmecken: Pfeffer
Wie wird’s gemacht?
Sauerkraut und Frischkäse vermischen und würzen.
Das Gemisch in eine feuerfeste Auflaufform geben.
Die Bratwürste in ca. 0,5cm dicke Scheiben schneiden und oben auf den Sauerkraut legen.
Mit Käse belegen und bei 180 °C im warmen Ofen 45 Minuten überbacken.
Guten Appetit und lasst es euch schmecken!!
So, ihr Lieben jetzt habt ihr es geschafft *lach*.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und macht es euch fein!
Nur noch eins, bitte nicht wundern, eure Kommentare kann ich erst ab Montag anschauen. Unsere Bärbel Heike hat an diesem Wochenende zum Nähtreff nach Tamm geladen. Da sind einige Bärbels heute und morgen kräftig am Werkeln. Schön ist es wieder gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen. Also, bis bald ihr Lieben.
Herzliche Grüße,
Annette ;-)
verlinkt bei Andreas Samstagsplausch



















