Guten Morgen liebe "Bärbel-Blog-Leserinnen" heute öffnet sich schon das 8.Türchen unseres Adventskalenders und ich freue mich hier heute schreiben zu dürfen. Wie schön, dass Ihr mit dabei seid, denn ohne Leserinnen würde das Bloggen ja gar keinen Spaß machen! Ich plaudere heute ein bisschen, damit Ihr Zeit und Ruhe habt die schönen bereits vorgestellten DIY`s zu basteln. Ich bin die Kerstin von den Bienenelfen und erzähle Euch die Geschichte des goldenen Himmelsboten.
Kennt Ihr den Nürnberger Rauschgoldengel ? Traditionell hat er keine Arme. Arm dran ist er deswegen nicht, der Rauschgoldengel.
Er glänzt und glitzert mit seinen Flügeln und seinem Krönchen aus
Goldfolie, was das Zeug hält. Außerdem ist er das Symbol schlechthin für
den Christkindlesmarkt in Nürnberg und in allen Größen an den
Christbaumschmuck-Buden zu finden.
Der größte seiner Gattung begrüßt die Gäste am Südende des Marktes über
der Straße. Die Geschichte des Rauschgoldengels, oder besser, seine
Legende, ist rührselig.
Ein Nürnberger Puppenmacher soll ihm seine Gestalt gegeben haben:
Sein Töchterchen lag zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges todkrank zu
Bett und hatte Fieberträume, und da will der besorgte Vater
Flügelschlagen gehört haben. Der
Nürnberger Handwerker kam über den Tod seiner Tochter nicht hinweg.
Eines Nachts erschien sie ihm, schön wie ein Engel und in einem
goldenen Kleid im Traum. Um diese Erinnerung festzuhalten, schuf er eine
goldene Puppe aus Metall, den ersten Rauschgoldengel.
Für einen echten Traditionalisten gehört der berühmte Nürnberger
Rauschgoldengel natürlich nicht in den Krug mit den Tannenzweigen, sondern an die Spitze des
Weihnachtsbaums.
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| Übersetzung: Hast Du einen Zwetschgenmann im Haus, geht Dir Dein Geld und das Glück nicht aus! |
Ein anderer Geselle ist verhutzelt aber freundlich; das Nürnberger Zwetschgenmännle. Irgendwie muss man
sie einfach sympathisch finden, diese hutzeligen Figuren, die in
Handarbeit aus getrockneten Früchten gebastelt werden.
Aus Feigen ist ihr Körper, eine Walnuss dient als Kopf, ihre Arme und
Beine bestehen aus an Drähten aufgereihten Pflaumen – in Süddeutschland
auch Zwetschgen genannt.
Aus Stofffetzen schneidert man den Männlein und
Weiblein Gewänder, die an die Tracht der Bauern im Nürnberger Umland
erinnern. Aber auch als Schornsteinfeger oder Braut und Bräutigam treten
sie auf. Zum ersten Mal erwähnt wurden Nürnberger Zwetschgenleute zu
Beginn des 19. Jahrhunderts von einem Geistlichen.
Er wollte mit den
verschrumpelten Gesellen offenbar Mitbürger auf die Schippe nehmen. Der
Ursprung der drolligen Gestalten, der länger zurückliegt, ist allerdings
unklar und stellt Brauchtumsforscher vor ein Rätsel.
Auch wenn ich leider nun schon lange nicht mehr in Nürnberg wohne, aber natürlich immer mal wieder auf Besuch dort bin, so hole ich doch jedes Jahr meinen Rauschgoldengel und mein Zwetschgenmännle hervor. Ohne sie würde mir etwas fehlen. Es ist einfach schön solche Traditionen fortzuführen. Habt Ihr auch welche ?
Herzliche Bärbelgrüße
Eure Kerstin
♥♥♥









